Kuphal wieder in Neuruppin
Museum, Vereine und Bürger ersteigerten Ölgemälde

Neuruppin (gu).  In einer Gemeinschaftsaktion mehrerer Vereine, Unternehmen und Bürger aus Neuruppin ist dem Museum Neuruppin kürzlich ein echter Clou gelungen. Ein Ölgemälde von Walter Kuphal mit einer Stadtansicht Neuruppins, das ein Auktionshandel angeboten hatte, konnte innerhalb kürzester Zeit ersteigert werden.
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Bildunterschrift: Hansjörg Albrecht, Uta Land vom Historischen Verein und Margarethe Jungblut vom Förderverein des Museums (v.r.n.l.) präsentierten den neuen Kuphal der Öffentlichkeit. Foto: Unger

Von der Entdeckung des Gemäldes im Internet bis zum Zuschlag ging alles sehr schnell, erinnert sich Museumsleiter Hansjörg Albrecht, der die neueste Errungenschaft seines Hauses am 14. Mai der Öffentlichkeit präsentierte. Alle Angesprochenen seien sofort Feuer und Flamme für eine Ersteigerung gewesen und nach mehreren Telefonaten war klar: Das Museum bekommt das nötige Geld zusammen, um mitbieten zu können.  "Es war atemberaubend zu sehen, was bürgerschaftliches Engagement schaffen kann", so Albrecht. "Unsere Kriegskasse war schnell gefüllt." Und dieses Geld war auch nötig: Der Nennwert des Bildes lag zwar bei lediglich 150 Euro, den Zuschlag erhielten die Neuruppiner jedoch erst bei einer Summe im vierstelligen Bereich. Albrecht dankte ausdrücklich dem Förderverein des Museums, dem Historischen Verein, dem Kulturbund, dem Bund der Ruhestandsbeamten und Hinterbliebenen und allen privaten Spendern, die zum Erwerb beigetragen haben.

Im Fundus des Museums befinden sich inzwischen mehr als 50 Ölgemälde und Grafiken des Neuruppiner Künstlers, der von 1890 bis 1937 hier lebte. Der Maler sei eine lokale und regionale Größe, dessen Werke, vor allem Landschaften, in vielen privaten Wohnzimmern hängen, so Albrecht.
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Das neu erworbene Gemälde, das gegen Ende der 30er Jahre des vorigen Jahrhunderts entstand, zeigt die markante Silhouette Neuruppins vom Wuthenower Ufer aus. Ab 7. Juni wird es in der Ausstellung des Historischen Vereins anlässlich des 100. Geburtstags der Doppeltürme in der Klosterkirche zu sehen sein. Für diese Schau wurden Ansichten der Klosterkirche von Neuruppiner Bürgern zusammengetragen.

21.05.2008, Wochenspiegel
Foto (nicht in Zeitung): Manfred Maronde
Chronik2Festwoche