"So sehen wir unsere Klosterkirche"
Festprogramm und Festschrift

Ausstellung
"100 Jahre Türme der Klosterkirche" ist der Titel einer Ausstellung, die am kommenden Sonnabend, dem 7. Juni, um 14 Uhr in der Neuruppiner Klosterkirche eröffnet wird. Der Historische Verein der Grafschaft Ruppin e.V. hatte die Neuruppiner Bürger aufgerufen, gemeinsam eine Ausstellung mit Bildern der Klosterkirchtürme zu gestalten, und viele haben Fotos, Bilder und Zeichnungen zur Verfügung gestellt. Die Ausstellung kann bis zum 15. Juni besucht werden. Die Klosterkirche ist dienstags bis sonnabends zwischen 10 und 17 Uhr sowie sonntags zwischen 11:30 und 17 Uhr geöffnet.

Festschrift über die Türme
Die beiden Türme der Neuruppiner Klosterkirche feiern in diesem Jahr ihr 100-jähriges Bestehen. Aus Anlass dieses Jubiläums gibt der Historische Verein der Grafschaft Ruppin eine Festschrift heraus. An ihr wirkten auch die Pfarrer i. R. Heinz Karau und Leopold Esselbach mit. Zahlreichen Sponsoren und Förderern ist es zu verdanken, dass der zu erwartende Erlös vollständig der Sanierung der Klosterkirche zu Gute kommen kann.

Festprogramm in der Klosterstraße
7. Juni, 11 bis 17 Uhr: Straßen- und Hoffest für die ganze Familie in der Neuruppiner Klosterstraße
Hof ASB-Seniorentreff: 11 - 14 Uhr - Kaffeemusik, 14 - 15 Uhr - Gundi als Helga Hahnemann
Bühne Klosterstraße: 11 Uhr - Eröffnung mit dem Bürgermeister, 12 Uhr - Sport-Animation von Smiles Vital, 13 Uhr - Auftritt des Märkischen Jugendchors, 14 Uhr - Kindertanzgruppe von Smiles Vital, 15 Uhr - Prämierung Malwettbewerb
Klosterstraße: Historischer Handwerkermarkt u. a. mit Goldschmied, Messerschmied, Wollwerkstatt, Imkerei und Ledermacher - Kinderschminken, Taststrecke, Sandbilder - Kunstmobil und Bastelstrecke - Galerie aller Bilder vom Malwettbewerb

Festprogramm in der Klosterkirche
4. Juni: 20 Uhr, Konzert der Turmbläser aus Spandau
5. Juni: 20 Uhr, Konzert mit gregorianischer Musik
6. Juni: 18 Uhr, Präsentation der Festschrift - 20 Uhr, Orgelnacht mit Orgelkonzert und Tanz
7. Juni: 14 Uhr, Eröffnung der Ausstellungen
8. Juni: 10 Uhr, Festgottesdienst

04.06.2008, Wochenspiegel
Zwei Türme werden 100 Jahre alt
Festprogramm anlässlich des Jubiläums mit Konzerten und Ausstellung
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NEURUPPIN Etwa 63 Meter ragen sie in die Höhe. Egal aus welcher Richtung man sich Neuruppin nähert, schon aus mehreren Kilometern Entfernung sind sie zu sehen. Die Rede ist von den Türmen der Klosterkirche, die seit nunmehr 100 Jahren Wahrzeichen der Fontanestadt sind.

Dieses Jubiläum muss gefeiert werden, und das tun die Fontanestädter bereits seit Dienstag mit einer Festwoche. In und an der Klosterkirche finden zahlreiche kulturelle Angebote statt, mit denen "100 Jahre Klosterkirchtürme" begangen wird. Am heutigen Donnerstag, 20 Uhr, locken unter dem Motto "Cantabant variis melodiis" Gregorianische Gesänge, genau richtig, um musikalisch in eine Zeit weit vor den Doppeltürmen einzutauchen: ins Mittelalter.

Am Freitag, 6. Juni, präsentiert der Historische Verein um 18 Uhr seine Festschrift "100 Jahre Klosterkirchtürme". Ab 20 Uhr gibt es "Tasten, Tanz & Temperament". Dabei lockt ein bunter Mix aus Orgelmusik und Modern Dance, Chor und Orgelprojekt. Interessierte können sich zudem durch die Kirche führen lassen. Auch ist mit Rotwein und einem kleinen Imbiss für das leibliche Wohl gesorgt. Mit einem Straßen- und Hoffest wird am Sonnabend, 7. Juni, ab 11 Uhr in der Klosterstraße gefeiert (Foto: Hof des ASB). Neben einem historischen Handwerkermarkt mit Goldschmied, Wollwerkstatt, Imkerei und Ledermacher, gibt es ab 14 Uhr gleich zwei Ausstellungseröffnungen. Die Exponate behandeln sowohl die Sicht der Neuruppiner auf die Türme, als auch deren Geschichte.  m 15 Uhr geht es im Gemeinderaum bei einer Tasse Kaffee gemütlich zu.

Atmosphärisch hingegen dürfte die nächtliche Kirchenführung ab 22 Uhr werden. Bei Lichtinstallationen und bei "Leucht-Turm-Musik" entfaltet das Gemäuer sicherlich eine ganz neue Wirkung. Am Sonntag, 8. Juni, findet ab 10 Uhr ein Festgottesdienst statt. Er beendet auch die Woche im Zeichen der Kirchtürme. Ein passenderes Ende der Feierlichkeiten hätte man sich nicht einfallen lassen können.

Bildunterschrift: Die Türme der Klosterkirche sind irgendwie immer ein Motiv wert, und das seit Jahrzehnten.

05.06.2008, Ruppiner Anzeiger, Brian Kehnscherper
Doppelter Segen
Zwei neue Schriften zum Kirchturm-Jubiläum

NEURUPPIN (ds) - Als begehrt wie warme Semmeln erwies sich gestern die Festschrift zum 100-jährigen Bestehen der Türme von St. Trinitatis. Am Abend wurde sie vor mehr als 100 Interessenten in der Klosterkirche vorgestellt. Ein Jahr lang haben Mitglieder und Unterstützer des Historischen Vereins für die Grafschaft Ruppin daran gearbeitet. Der Erlös aus dem Verkauf der 2.000 Exemplare kommt der Kirchsanierung zugute. Dies gilt auch für die Wiederauflage der zur Turmeinweihung 1908 veröffentlichten Schrift, die Verleger Günter Rieger und Drucker Wulfert Lübke als Überraschung neu publizierten.

Bildunterschrift (nicht im Internet): Die Vereinsvorsitzende Uta Land (Mitte) übergab die ersten zwei Exemplare an Pfarrer Wolfgang Rein und an Roswieta Funk als Vorsitzende des Kirchenfördervereins. Foto: Stehr

07.06.2008, Ruppiner Anzeiger
Die Klosterkirche im Rampenlicht
AUSSTELLUNG 100 Jahre Türme - Historischer Verein eröffnet Vernissage

NEURUPPIN  Detailgetreu oder abstrakt, von vorn, von hinten, mit Bleistift oder Öl - die Klosterkirche St. Trinitatis ist Mittelpunkt zweier Ausstellungen, die am Sonnabend in der Klosterkirche eröffnet wurden.

Der Historische Verein der Grafschaft Ruppin hatte zum 100. Geburtstag der Kirchtürme nicht nur die Geschichte des Wahrzeichens der Stadt, sondern auch Bilder und Fotos von Künstlern und Laien zusammen getragen.
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"Ich bin überwältigt", sagt Uta Land, Vorsitzende des Historischen Vereins bei der Eröffnung, zu der 200 Gäste in die Kirche kamen. "Danke für die Bereitschaft, die Ausstellung mit uns zu gestalten und Danke für die kleinen Geschichten zu den Bildern, danke, dass ich Sie kennen lernen durfte." Die monatelange Arbeit hat sich gelohnt: Die Bilder- und Fotoausstellung in der Winterkirche zeigt das älteste Bauwerk der Stadt in den verschiedensten Facetten. "Es ist schön zu sehen, wie unterschiedlich die Kirche sein kann, und wie jeder Künstler seine Eindrücke verarbeitet hat", sagt Inge Goy. Die Rheinsbergerin hat selbst ein Bild in die Ausstellung gebracht. Das Bild von Malermeister Alfred Pfefferle gehört ihrer Mutter. Es zeigt die Kirche durch ein Fenster. "Der Schwager meiner Mutter hat es zur Geburt der Nichte 1954 gemalt", erzählt sie. Ihre Familie ist stolz, dass das Kunstwerk in der Ausstellung steht. Eine Woche wird es dort bleiben, dann wird es zurück ins Wohnzimmer der Mutter gebracht.

Über den Sommer hingegen wird die zweite Ausstellung im Kirchenschiff zu sehen sein. Auf großen Schautafeln steht die Geschichte der Türme geschrieben. Helmut Behrendt vom Historischen Verein hat sie in eineinhalb Jahren Recherche zusammengetragen.

Bildunterschrift: Hunderte Gäste schoben sich am Sonnabend durch die Ausstellung.

09.06.2008, Märkische Allgemeine
Kirche für Schwiegermutter
Neuruppiner Bürger gestalteten Ausstellung in der Klosterkirche
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NEURUPPIN - Sie kaufte sich die Festschrift "Türme der Klosterkirche" und erzählte dass sie vor dreißig Jahren hier getraut wurde. Mit ihrem Mann wohnte sie zwölf Jahre gegenüber, ihre Kinder fuhren mit dem Fahrrad in der Kirche und Kantor Martin Domke sang ihnen Lieder auf der Gitarre. Anlässlich der Ausstellungseröffnung 100 Jahre Klosterkirchtürme, kam Silvia Treinis am Sonnabend mit ihrer Freundin in das Gotteshaus.

In der Klosterkirche zeigt die Ausstellung zwölf Zeittafeln mit der Geschichte der insgesamt fünf Kirchtürme, die seit 1264 gebaut wurden. Die Druckerei Lübke verhalf mit ihrem Design den Tafeln zu einem geschlossenen Ganzen. In Vitrinen sind Originalfotos und Zeitungen ausgelegt.

Dr. Helmut Behrendt übernahm die Einführung in die erste Ausstellung. Seit eineinhalb Jahren hatte er im Verborgenen zur Geschichte der Kirchtürme recherchiert. In Archiven in Berlin, im Wittstocker Ruppin-Archiv und dem Archiv des Landesdenkmalamtes Wünsdorf ist er fündig geworden. "Das Archiv in Neuruppin wurde 1787 durch einen Brand zerstört und Sekundärliteratur ging verloren", erzählte Behrendt. Der gebürtige Neuruppiner ist Ehrenamtlicher Vorsitzender des Tempelgartens und war Chefapotheker im damaligen Bezirkskrankenhaus. Die Kirchtürme der Klosterkirche haben es ihm angetan. "Wenn ich auf der Autobahn schon die Spitzen sehe, weiß ich, dass ich bald zu Hause bin", sagte Behrendt.

Mit großem künstlerischen Geschick rückte der Künstler Peter Birke mit einem Leporello die historische Turmlandschaft ins richtige Bild. Dr. Behrendt verteilte die Leporellos persönlich, begrüßte damit einige Besucher und kam mit ihnen ins Gespräch.

Eine zweite Exposition wurde in der Winterkirche eröffnet. Die dort ausgestellten Exponate sind Leihgaben und behandeln sowohl die Sicht der Neuruppiner auf die Türme, als auch deren Historie. Interessant waren die Geschichten zu einigen Bildern. Der gebürtige Brasilianer Fabio da Silva malte Neuruppin mit Buntstiften und schenkte es seiner zukünftigen Schwiegermutter, denn er will in Neuruppin heimisch werden. Andere Bilder waren Erbstücke oder Andenken.

Beeindruckend waren die viele Leihgaben und vor allem die Vielfalt der Kirchtürme. Bis Ende September wird die Exposition in der Fontanestadt gezeigt.

"So sehen wir unsere Klosterkirchtürme". Diese Ausstellung in der Winterkirche gestalten Neuruppiner Bürger mit ihren Leihgaben. Rechts im Bild Dr. Helmut Behrendt vor den Zeittafeln zur Geschichte der Klosterkirchtürme. Die Exposition kann im berühmten Gotteshaus bis Ende September besichtigen werden.
Fotos (eines nicht im Internet): Bandoly.
Vom Fotografen für die Festschrift zum Fotografierten: Manfred Maronde betrachtet die Ausstellung.

09.06.2008, Ruppiner Anzeiger, Inez Bandoly
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Kirchtürme im Blick

Sputen sollte sich, wer die Ausstellung mit Gemälden, Grafiken und Fotografien von den 100 Jahre alten Türmen der Klosterkirche St. Trinitatis in Neuruppin sehen möchte. Nur noch bis Sonntag, l5. Juni, ist die so nie wieder zu erlebende Sammlung in der Winterkirche des Gotteshauses zu sehen. Die Schau im Kirchenschiff, die Auskunft über alle bisherigen Türme des 1256 errichteten Klosters gibt, läuft hingegen noch bis September.  Außerdem ist noch die Festschrift zum Jubiläum für fünf Euro in der Klosterkirche erhältlich. Foto (nicht im Internet): Bandoly

12.06.2008, Ruppiner Anzeiger
Bilder sind in die Wohnzimmer zurück gekehrt
Ausstellung: Fotos der Kirchtürme bleiben über den Sommer hängen / Spende an Förderverein übergeben

Neuruppin. Als der Historische Verein der Grafschaft Ruppin die Neuruppiner im April bat, Gemälde, Grafiken und Fotos vom Wahrzeichen Neuruppins, den Doppeltürmen der Klosterkirche, für die geplante Ausstellung anlässlich des 100. Geburtstages der Kirchtürme einzureichen, begann der Verein gemeinsam mit der Kirchengemeinde zu überlegen, wo die Bilder überhaupt ausgestellt werden könnten. Natürlich: In der Klosterkirche.

Von der Vielzahl der Arbeiten, die dem Historischen Verein angeboten wurden, und von der großen Bereitschaft, sie für die Ausstellung zu überlassen, waren die Initiatoren überwältigt. Denn jedes Bild ist für seinen Besitzer wertvoll, da es ein Stück Erinnerung birgt. Und so hingen Walter Kuphals und Gustav Alheits Arbeiten neben den Gemälden von Robert Wagner und Cornelia Felsch.

Manchmal erhielt die Vereinsvorsitzende Uta Land den Auftrag, zum unbekannten Künstler zu recherchieren. So wurde offenbar, dass sich hinter M. Berg und Jensen der Grafiker Paul Fuhrmann verbirgt, der an der Humboldt-Universität lehrte. Viele reichten eigene Arbeiten ein und wurden damit in besonderem Maße dem Motto gerecht: "So sehen wir unsere Klosterkirchtürme."

Zum Erfolg konnte die Ausstellung werden durch die Bereitschaft der Kirchengemeinde, die Winterkirche nahezu auszuräumen. Die Arbeitsfördergesellschaft EAN und das Oberstufenzentrum gewährten dem Verein technische Unterstützung. Die Koordinierung lag in den Händen des Vereinsvorstandes. Das künstlerische Gesicht verliehen der Studioausstellung die Vereinsmitglieder Helga Köstler und Günter Rieger, unterstützt von Bernd Weimar.

In neun Tagen zählte der Historische Verein an die 300 Besucher. Während die Bilder bereits wieder in die Wohnzimmer Neuruppins zurück gekehrt sind, können die Fotos im Gemeinderaum noch den Sommer über betrachtet werden.

Es war wohl richtig, vor 100 Jahren die Türme an die Klosterkirche zu bauen. So bekam die Kreisstadt ein Wahrzeichen. Ihre Bürger gestalteten zur Jubiläumsfeier eine Ausstellung und waren begierig, die vielen Exponate anzuschauen. "Ein Beweis dafür, wie sehr die Einwohner unserer Stadt den Erhalt des ehrwürdigen Bauwerks wünschen, ist auch die eingegangene Spendensumme von 91,35 Euro, die wir dem Förderverein Klosterkirche sogleich überreichen", sagte Uta Land.

24.06.2008, Märkische Allgemeine


Farbfotos 1 bis 3 (nicht in Zeitungen): Manfred Maronde

Historische Postkarte: Klosterkirche ganz ohne Turm und Dachreiter um die vorige Jahrhundertwende
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Chronik2Festwoche