Der Historische Verein sorgt sich um die Kyritz-Ruppiner Heide:
Die Hoffnung liegt auf Platzeck

Die bevorstehende, angeblich letzte juristische Entscheidung über die Nutzung der Kyritz-Ruppiner Heide vor dem Oberlandesgericht Berlin-Brandenburg am 26. März 2009 beschäftigt auch die Mitglieder des Historischen Vereins der Grafschaft Ruppin. Wir erforschen und unterstützen historische Traditionen in unserer Region, erinnern an hervorragende Einzelpersönlichkeiten und beteiligen uns am Schutz und an der Unterhaltung von Natur- und Baudenkmalen.

Als Neuruppiner wissen wir, welche Belastung ein Militärflugplatz für die Bevölkerung bedeutet. Wenn 46 Anrainerdörfer, die Städte Wittstock, Rheinsberg, Kyritz und Neuruppin und Orte Mecklenburgs ihren Protest gegen den Übungsplatz in den Organisationen "Freie Heide" und "Freier Himmel" vereinen, so haben sie unsere volle Zustimmung. Sind wir doch Bürger dieser Region.

Wozu braucht die Bundeswehr das große Areal, wenn von den 2.000 Militärflugzeugen, die sich 1990 im deutschen Luftraum befanden, 2003 noch 470 übrig blieben und nach Aussage des Wittstocker Kommandanten Engel 2017 nur noch 200 zu erwarten sind, davon die Hälfte für den Luftkampf?

Seit 1950 ertrugen die Anwohner Fluglärm, Luftverschmutzung, Angst vor Abstürzen, Einschränkung ihrer Bewegungsfreiheit, lange Umwege zu ihren Arbeitsplätzen. Kraft und Geld investierten Viele nach dem Abzug der sowjetischen Truppen, um aus ihrer Heimat wieder friedlich bewohnbares Land zu gestalten, in dem sich Tourismus entfalten und Gewerbe ansiedeln kann. Was für ein Wirtschaftsfaktor sind 1.200 Soldaten und Offiziere zuzüglich ein paar Hundert Zivilangestellte in einem Luftwaffen-Ausbildungs-Standort, der in Alt Daber gebaut werden soll und Geld kostet, gegenüber Hotels, Pensionen, Zeltplätzen, Reha-Kliniken, Rad- und Bootsausleihen? Der Tourismus, Heil- und Erholungsanlagen schaffen Jobs, die die Abwanderung aus diesem Landstrich vermindern könnte. 22 Prozesse haben die Bombodrom-Gegner in 16 Jahren gewonnen. Während dieser Zeit flogen keine Flugzeuge, aber die Lage blieb unentschieden und wir fürchten, dass das auch nach dem 26. März der Fall sein wird.

Wir hoffen, dass Matthias Platzeck seine ganze Autorität als Ministerpräsident Brandenburgs gegenüber der Bundesregierung einsetzt, um zu erreichen, dass die Bundeswehr den Standort endgültig aufgibt und nicht durch erneute Hinhaltetaktik die deutsche Justiz brüskieren darf. Er würde dem Norden seines Landes und seinen Bewohnern einen unschätzbaren Dienst erweisen.

17.03.2009, Märkische Allgemeine, Leserbrief von Uta La

Die bevorstehende, angeblich letzte juristische Entscheidung über die Nutzung der Kyritz-Ruppiner Heide vor dem Oberlandesgericht Berlin-Brandenburg am 26. März 2009 beschäftigt auch die Mitglieder des Historischen Vereins der Grafschaft Ruppin. Wir erforschen und unterstützen historische Traditionen in unserer Region, erinnern an hervorragende Einzelpersönlichkeiten und beteiligen uns am Schutz und an der Unterhaltung von Natur- und Baudenkmalen.

Als Neuruppiner wissen wir, welche Belastung ein Militärflugplatz für die Bevölkerung bedeutet. Wenn 46 Anrainerdörfer, die Städte Wittstock, Rheinsberg, Kyritz und Neuruppin und Orte Mecklenburgs ihren Protest gegen den Übungsplatz in den Organisationen "Freie Heide" und "Freier Himmel" vereinen, so haben sie unsere volle Zustimmung. Sind wir doch Bürger dieser Region.

Wozu braucht die Bundeswehr das große Areal, wenn von den 2.000 Militärflugzeugen, die sich 1990 im deutschen Luftraum befanden, 2003 noch 470 übrig blieben und nach Aussage des Wittstocker Kommandanten Engel 2017 nur noch 200 zu erwarten sind, davon die Hälfte für den Luftkampf?

Seit 1950 ertrugen die Anwohner Fluglärm, Luftverschmutzung, Angst vor Abstürzen, Einschränkung ihrer Bewegungsfreiheit, lange Umwege zu ihren Arbeitsplätzen. Kraft und Geld investierten Viele nach dem Abzug der sowjetischen Truppen, um aus ihrer Heimat wieder friedlich bewohnbares Land zu gestalten, in dem sich Tourismus entfalten und Gewerbe ansiedeln kann. Was für ein Wirtschaftsfaktor sind 1.200 Soldaten und Offiziere zuzüglich ein paar Hundert Zivilangestellte in einem Luftwaffen-Ausbildungs-Standort, der in Alt Daber gebaut werden soll und Geld kostet, gegenüber Hotels, Pensionen, Zeltplätzen, Reha-Kliniken, Rad- und Bootsausleihen? Der Tourismus, Heil- und Erholungsanlagen schaffen Jobs, die die Abwanderung aus diesem Landstrich vermindern könnte. 22 Prozesse haben die Bombodrom-Gegner in 16 Jahren gewonnen. Während dieser Zeit flogen keine Flugzeuge, aber die Lage blieb unentschieden und wir fürchten, dass das auch nach dem 26. März der Fall sein wird.

Wir hoffen, dass Matthias Platzeck seine ganze Autorität als Ministerpräsident Brandenburgs gegenüber der Bundesregierung einsetzt, um zu erreichen, dass die Bundeswehr den Standort endgültig aufgibt und nicht durch erneute Hinhaltetaktik die deutsche Justiz brüskieren darf. Er würde dem Norden seines Landes und seinen Bewohnern einen unschätzbaren Dienst erweisen.

17.03.2009, Märkische Allgemeine, Leserbrief von Uta Land
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