Gedenkstein für Feldmann enthüllt Bürger-Geschenk für die Stadt Neuruppin | |||||||
NEURUPPIN (rd) - Vor der Gaststätte "Alter Fritz" in Neuruppin wurde gestern feierlich ein Gedenkstein für Dr. Bernhard Feldmann enthüllt. Der Historische Verein hatte den 300. Geburtstag des Arztes und Stadtphysikus' zum Anlass genommen, um Feldmann zu ehren. Bisher erinnerte bereits eine nach ihm benannte Straße an Bernhard Feldmann. Da aber kaum ein Besucher der Stadt und die meisten Neuruppiner mit dem Namen etwas anzufangen wusste, ließ der Historische Verein den Gedenkstein in der Feldmannstraße aufstellen. Uta Land, Vorsitzende des Historischen Vereins, übergab ihn als Geschenk an die Stadt. Margarete Jungblut, amtierende Bürgermeisterin, dankte mit einem Blumenstrauß. | |||||||
Chronist geehrt Gedenkstein für Bernhard Feldmann | ![]() | ||||||
NEURUPPIN - Seit gestern, dem 300. Geburtstag Dr. Bernhard Feldmanns, erinnert nun ein Gedenkstein vor der Gaststätte "Alter Fritz" an den Arzt und Stadtphysikus. Der Historische Verein, der den Gedenkstein aus Spendengeldern finanzierte, schenkte ihn der Stadt Neuruppin. Die Feldmannstraße gehört zu den wenigen Straßen Neuruppins, deren Name nie geändert wurde. "Eine Stadt lebt, wenn sie sich ihrer Geschichte bewusst ist", sagte Uta Land, Vorsitzende des Historischen Vereins. Zugleich wertete Land die Übergabe des Gedenksteins als Ausdruck der Basisdemokratie. Schließlich hätten die Neuruppiner und weitere Bürger aus der Region den Gedenkstein durch ihre Spenden ermöglicht. Sie regte an, dass dies künftig auch ein Ziel bei Stadtführungen sein könnte. Neuruppins amtierende Bürgermeisterin Margarete Jungblut, die dem Historischen Verein für seine Initiative dankte, griff den Vorschlag auf. Dies sei kein Grabstein, sondern ein Gedenkstein, meinte sie. Der aus Berlin stammende Bernhard Feldmann hatte als Arzt begonnen, eine Chronik Neuruppins zu schreiben. Als beim großen Stadtbrand von 1787 alle Kirchenbücher und Familienchroniken verbrannten, befand sich die von ihm verfasste "Miscellanea Historica" gerade in Berlin und blieb daher verschont. Heute ist sie eine Schatzgrube für Historiker und Heimatforscher. | |||||||
Text: Reinhard Düsterhöft Bildunterschriften: Viel Stadtprominenz war erschienen, als gestern der Gedenkstein für Bernhard Feldmann enthüllt wurde. Uta Land (links), Vorsitzende des Historischen Vereins, und Neuruppins amtierende Bürgermeisterin Margarete Jungblut ehrten den verdienstvollen Stadtphysikus Bernhard Feldmann an seinem 300. Geburtstag. Fotos: Hufnagel 12.11.2004, Ruppiner Anzeiger, Seiten 1 und 4 | |||||||
Gedenkort für Stadtchronisten Feldmannstein feierlich enthüllt | |||||||
NEURUPPIN Mit der Einweihung eines Gedenksteines hat der Historische Verein der Grafschaft Ruppin in der Feldmannstraße gestern die Verdienste des gleichnamigen Arztes und späteren Bürgermeisters der Fontanestadt gewürdigt. "Bernhard Feldmann verhinderte, dass die Stadt ihr Gedächtnis verlor", sagte die Vereinsvorsitzende Uta Land über den am 11. November vor 300 Jahren Geborenen. Die von ihm angefertigte Stadtchronik habe als einzige historische Quelle den verheerenden Stadtbrand im Jahr 1787 überlebt, weil sie zufälligerweise zu Studienzwecken in Berlin verwahrt wurde. "So ist ein Teil der Neuruppiner Stadtgeschichte erhalten geblieben." Damit die Erinnerung an den 1776 verstorbenen Stadtphysikus erhalten bleibt, hatten sich einige Neuruppiner Bürger um Marianne Stärke um die Errichtung eines Gedenksteines bemüht. Mit Hilfe des Historischen Vereins und zahlreicher Sponsoren konnten ein passender Stein und eine Gedenktafel finanziert werden. Uta Land sagte vor den rund 50 Gästen, dass der Stein "Ausdruck des basisdemokratischen Engagements" der Initiatoren sei und den Neuruppinern und Touristen die Geschichte des Stadtteils bewusst machen könne. Den Gedenkort in der Feldmannstraße, die bereits 1887 nach dem Stadtphysikus benannt wurde, verdanken die Initiatoren den Gastwirten Eveline und Jürgen Schulz. Vor deren Haus, in dem sich das Restaurant "Zum Alten Fritz" befindet, hat der Feldmannstein seinen Platz gefunden. "Ich finde das schön, dass Herr Feldmann auf diese Weise geehrt wird", erklärt Jürgen Schulz. Als geschichtsinteressierter Neuruppiner habe er sofort zugesagt, als der Historische Verein auf ihn zukam, erzählt der 65-Jährige. "An sich hat man von Feldmann ja bislang nichts gewusst", begründet Schulz sein Engagement. Damit sich das Vergessen nicht wieder einschleicht, will sich das Ehepaar in Zukunft um die Pflege der kleinen Gedenkstätte auf ihrem Grundstück kümmern. | |||||||
Bildunterschriften: Neuruppin verdankt Feldmann eine wichtige Stadtchronik. Marianne Stärke, Uta Land und Bürgermeisterin Margarete Jungblut (v.l.n.r.) enthüllten den Gedenkstein. Text und Fotos (2): Matthias Gabriel 12.11.2004, Märkische Allgemeine | |||||||
Urahn der Regional-Forschung Feldmannstein am 300. Geburtstag enthüllt | |||||||
![]() | Neuruppin (gu). Seit über 100 Jahren erinnert eine Straße in Neuruppin an den Arzt und Bürgermeister Dr. Bernhard Feldmann, der vier Jahrzehnte lang in der Stadt tätig war. Doch weniger seine medizinischen Verdienste, als vielmehr dessen historische Forschungen gaben 1887 den Ausschlag für die Straßenbenennung. Als eine der wenigen Straßen ist die Feldmannstraße bis heute nicht umbenannt worden - und seit dem 11. November macht außerdem ein Gedenkstein auf den bisher wenig bekannten Namensgeber aufmerksam. | ||||||
Initiiert von einigen Bürgern und dem Historischen Verein der Grafschaft Ruppin wurde am 300. Geburtstag von Bernhard Feldmann (1704 bis 1776) die Gedenkplatte für den Stadtphysikus enthüllt. Ihr ist auch zu entnehmen, dass die Stadt dem Geschichtsinteresse des Arztes die Überlieferung des Wortlautes wichtiger Urkunden aus zahlreichen städtischen Archiven, die beim großen Brand 1787 vernichtet wurden, zu verdanken hat. Die zu einer umfangreichen Chronik angewachsene Informationssammlung war zum Zeitpunkt des Brandes in Berlin eingelagert, wo sie den Flammen entgehen konnte. Alle späteren Historiker, die über Regionalzusammenhänge geforscht haben, griffen auf diese Chronik zurück, die heute im Museum der Stadt zu bewundern ist. "Das Wirken Feldmanns verhinderte, dass die Stadt Neuruppin ihr Gedächtnis verliert", meinte Uta Land, Vorsitzende des Historischen Vereins, während der Übergabe des Steins. Nur durch den Einsatz zahlreicher Sponsoren konnte der Stadt zum 300. Geburtstag Feldmanns dieses Geschenk gemacht werden. Die Firma Passon stellte den Findling samt Transport, für die Anfertigung der Tafel wurden unermüdlich Spenden gesammelt und der Standort vor der Gaststätte "Zum Alten Fritz" wurde von Familie Schulz zur Verfügung gestellt, die sich auch weiterhin um die Pflege der Anlage kümmern wird. "Wir wünschen uns, dass sich die Neuruppiner durch den Stein der Geschichte der Stadt bewusst werden und hoffen, dass auch Besucher Neuruppins auf ihren Stadtführungen hierher geführt werden", so Uta Land. | |||||||
Bildunterschrift: Großes Interesse fand die Enthüllung des Feldmannsteins in der Feldmannstraße am 11. November. Foto: Unger 24.11.2004, Wochenspiegel | |||||||