Historiker auf Wolfsspuren Historischer Verein zog Resümee / Patenschaft für Isegrim Kaunas übernommen | |||||||
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NEURUPPIN a "Auch der Wolf hat eine lange Geschichte. Bei seiner Wiederansiedlung setzen wir auf Tradition." Die Vorsitzende des Historischen Vereins der Grafschaft Ruppin, Uta Land, war um eine Erklärung nicht verlegen, warum ihr Verein die Patenschaft über Kaunas, einen Wolf, übernimmt. Peter Mancke, Tierparkleiter von Kunsterspring und gleichzeitig Vorstandsmitglied im Förderverein des Tierparks, erzählte den Geschichtsfreunden auf ihrer Mitgliederversammlung am Donnerstag die packende Geschichte vom Ruppiner Wolfsrudel. Kaunas kam im Jahr 2000 mit drei weiteren Welpen nach Kunsterspring. Als später Alpha-Wolf Artura ein heftiges Gewitter nicht überlebte, übernahm dessen Partnerin Leda das Zepter. An ihre Seite rückte Beta- Wolf Kaunas, der damit als Leitwolf das Rudel übernahm. Heute muss er um seinen Posten bangen. 2004 kamen drei neue Welpen in den Tierpark und sind jetzt groß genug, die alten Machtstrukturen zu kippen. Peter Mancke lud die Vereinsmitglieder ein, ihren Patenwolf Kaunas zu besuchen. Vier Jahre sind vergangen, seitdem Studienrätin Uta Land den langjährigen Vereinsvorsitzenden Horst Erdmann ablöste. 19 Vorträge haben die Mitglieder seitdem gehört, zehn davon zu regionalen Themen. "Elf Referenten waren Mitglieder unseres Vereins", fasste Uta Land zusammen. Elf Mitglieder schrieben an der Festschrift zum Stadtjubiläum 750 Jahre Neuruppin mit. Im Kreiskalender erscheinen jedes Jahr mehrere Beiträge von Mitgliedern des Historischen Vereins. Druckfrisch war am Donnerstag auch das 17. Mitteilungsblatt des Vereins mit Artikeln über Kronprinz Friedrich in Neuruppin, die 125-jährige Geschichte des Historischen Vereins, über zwei zinnerne Leuchter aus Neuruppin, die Ansiedlung der Wallonen in Braunsberg im Jahr 1701, über das Haus von Bürgermeister Ernst Ludwig Lehnmann (1737 - 1814), über Katerbower Kindheitsen'nnerungen, die Neuruppiner Dichtermeile und Rätsel aus Gips im Museum der Stadt. Auf Tagesexkursionen besuchten die Geschichtsfreunde Schlösser und Ausstellungen unter anderem in Magdeburg und Berlin, Köthen, Nürnberg und an der polnischen Ostseeküste. Uta Land erinnerte daran, dass der Verein das Museumsfest zum 50. Geburtstag des Hauses ausrichtete. Er spürte den Ehrenbürgerbrief von Bildhauer Max Wiese auf, zwei Baupläne von Stadtarchitekt Bernhard Brasch und ein Gedenkblatt zum 50. Jahrestag des Alten Gymnasiums und sorgte dafür, dass die Dokumente restauriert wurden und als Leihgabe ins Museum kamen. Die Mitglieder gestalteten 2006 den Festumzug in Neuruppin mit, halfen dem Freundeskreis St.-Georg-Kapelle und ließen den Gedenkstein für Feldmann aufstellen. Außerdem steckte eine Arbeitsgruppe des Vereins viel Kraft in ein Museumskonzept. | |||||||
![]() | Bildunterschriften: Uta Land vom Historischen Verein der Grafschaft Ruppin und Tierparkleiter Peter Mancke besiegelten am Mittwoch die Tierpatenschaft über den Wolf Kaunas (Bild links). Die Vereinsfreunde organisieren Vorträge, verfassen Artikel über die Regionalgeschichte und beteiligten sich am Festumzug in Neuruppin Die Wölfe im Tierpark wurden mit der Flasche aufgezogen. Fotos (3): Uta Bartsch, Peter Geisler 20.02.2007, Märkische Allgemeine, Uta Bartsch | ||||||
Neue Paten für Wolfsrüde Kaunas Historischer Verein der Grafschaft Ruppin e.V. hilft Tierpark | |||||||
Neuruppin (gu). Die sechs Wölfe Kaunas, Thor, Lida, Erik, Arturas und Kaja sind mit Abstand die Lieblinge der Besucher des Tierparks Kunsterspring. Die aus zwei Würfen stammenden Tiere, die alle mit der Flasche aufgezogen wurden, locken jedes Jahr Tausende Neugierige in den naturnahen Tierpark. Um sämtliche Ausgaben decken zu können, ist die städtische Einrichtung auch immer auf der Suche nach Spenden. So entstand vor einigen Jahren die Idee der Tierpatenschaften. Der 50. dieser Patenschaftsverträge wurde am vergangenen Donnerstag geschlossen: Der Historische Verein der Grafschaft Ruppin e.V. übernimmt die Patenschaft für den Wolf Kaunas, dessen Unterstützer sich zuvor zurückgezogen hatten. Damit haben wieder alle sechs Isegrimms in Kunsterspring Pateneltern, die dem Tierpark mit einer Spende unter die Arme greifen. Tierparkleiter Peter Mancke stellte den Vereinsmitgliedern auf der Jahreshauptversammlung am 15. Februar ihr neues "Patenkind" vor. Kaunas kam im Jahr 2002 gemeinsam mit drei Geschwistern im Alter von 13 Tagen aus dem Tierpark Perleberg nach Kunsterspring.. Hier wurde er von einer Biologin aus Berlin von Hand mit der Flasche aufgezogen. Schon bald übernahm Arturas die Führung des Mini-Rudels. Nachdem der Alpha-Wolf im Juni 2003 während eines Gewitters tödlich verunglückte, rückte Kaunas in der Hierarchie ganz nach oben. Inzwischen wird ihm diese höchste Rangstellung jedoch von den beiden Jungwölfen Erik und Arturas II streitig gemacht. Der Tierpark Kunsterspring kann bis 31. März täglich zwischen 9 und 17 Uhr besucht werden. Ab dem 1. April bleibt der Tierpark bis 19 Uhr geöffnet. Wer einmal beim Füttern der Wölfe zuschauen möchte, sollte sich vorher informieren. Gefüttert wird nicht täglich, da es für die Wölfe auch Fastentage gibt. An den Wochenenden wird momentan etwa zwischen 15.30 und 16 Uhr gefüttert. Mehr Infos zum Tierpark findet der Interessierte auch im Internet unter www.tierpark-kunsterspring.com Bildunterschriften (nicht im Internet): Der Wolfsrüde Kaunas ist jetzt das Patenkind des Historischen Vereins. Vereinsvorsitzende Uta Land und Tierparkleiter Peter Mancke besiegelten den Patenschaftsvertrag für Wolf Kaunas. Fotos: Knudsen, Unger 28.02.2007, Wochenspiegel | |||||||