JPMorgan ernennt junge Talente zum Leiter der Krypto-Assets-Strategie

Nur neun Monate nachdem ihr CEO das führende Krypto-Asset als „Betrug“ brandmarkt hat, scheint JPMorgan Chase zu beginnen, die digitale Währung ernster zu nehmen. Sie gaben heute bekannt, dass sie einen Leiter der Krypto-Asset-Strategie ernannt haben.

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Der 29-jährige Oliver Harris übernimmt die neu geschaffene Rolle bei der US-Multi-Nationalbank. Harris war früher Leiter des Fintech and In-Residence-Programms von JPMorgan. Seit 2015 ist er in dieser Funktion tätig. Bei seiner neuen Ernennung wird er sich mit der Verwendung digitaler Währungen im Bitcoin Profit Finanzinstitut befassen. Laut Financial News London wird dies eine Analyse der Risiken und Chancen der Implementierung sowohl der Blockchain-Technologie als auch der digitalen Währungen selbst beinhalten.

Harris‘ neue Position beinhaltet seine Berichterstattung an Umar Farooq, den derzeitigen Leiter von Blockchain-Initiativen für die JPMorgan’s Corporate and Investment Bank. Sein Richtungswechsel wurde am Mittwoch intern bekannt gegeben, obwohl sein Wechsel als Leiter des Programms Fintech and In-Residence noch unbekannt ist.

Der neue Leiter der Krypto-Assets-Strategie wird auch das Quorum-Projekt von JPMorgan betreuen – eine interne Blockchain-Initiative. Die Bank erwägt derzeit, Quorum in ein eigenes Unternehmen zu verwandeln, sucht aber vorerst ein paar Blockchain-Ingenieure und einen Community-Manager in New York.

Der Schritt, Harris in die neu geschaffene Position zu berufen, bedeutet für JPMorgan eine deutliche Trendwende. Es scheint, dass das Finanzkraftpaket die Kryptowährung endlich ernst genug nehmen könnte, um eine solche Erforschung zu rechtfertigen.

Ein solcher Sinneswandel könnte etwas mit der Konkurrenz bei Goldman Sachs zu tun haben, die eine viel wärmere Haltung gegenüber digitalen Währungen einzunehmen scheint.

Sie gaben kürzlich bekannt, dass sie Pläne haben, bis Mitte 2018 einen eigenen Kryptowährungshandelsplatz zu eröffnen

Trotz der heutigen Nachrichten, die darauf hindeuten, dass JPMorgan Kryptowährungen ernster nimmt, sind einige der einflussreichsten Persönlichkeiten der Technologie immer noch skeptisch. Anfang dieser Woche berichteten wir über Daniel Pinto, den Co-Präsidenten von JPMorgan, der mit CNBC über digitale Währungen sprach. Der 55-jährige Argentinier sagte der Publikation, dass sich Kryptowährungen zu etwas Nützlichem entwickeln könnten, aber derzeit stellten sie keinen großen Nutzen dar. Er erwähnte jedoch, dass sie „in diesen Raum schauen“.

Doch selbst die immer noch sehr zaunorientierte Haltung, die von JPMorgan zu kommen scheint, stellt eine massive Veränderung ab 2017 dar. Im September berichteten wir über Jamie Dimons Ausbruch über Bitcoin. Er wies die Innovation als „Betrug“ ab und nutzte die müde alte Analogie der „Tulpenwahn“, um die Kryptowährung Nummer eins der Welt zu besiegen. Seitdem hat er sich von diesen Bemerkungen etwas distanziert.

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